WIE ER HIERHER GEKOMMEN IST
Fabio Gea begann seine berufliche Laufbahn fernab der Weinberge als Geologe und erforschte Böden, Gesteine und Landschaften. Doch die Anziehungskraft des elterlichen Besitzes in Neive, Barbaresco, war unwiderstehlich. 2010 kehrte er zurück, um einige kleine Weinberge zu übernehmen, die einst sein Großvater bewirtschaftet hatte, und widmete sich fortan einem handwerklichen Ansatz der Weinherstellung.
Mit nur 1,8 Hektar Rebfläche, darunter alte Nebbiolo-, Dolcetto- und Barbera-Reben sowie kleinere Grignolino-Anpflanzungen, beschloss Fabio, mit den konventionellen Barbaresco-Normen zu brechen. Er experimentiert kühn mit Amphoren, Porzellan und Glasgefäßen und vergärt oft ohne Zusätze oder Schwefel, wodurch Weine entstehen, die gleichermaßen ungezähmt und präzise sind.
Dieser radikale und zugleich durchdachte Ansatz hat ihn zu einem der wagemutigsten Kleinwinzer der Langhe gemacht und ihm die Aufmerksamkeit von Naturweinliebhabern weltweit eingebracht. Fabios Weg ist eine Mischung aus wissenschaftlicher Neugier, Respekt vor dem Land und der Weigerung, Regeln zu befolgen. Das Ergebnis sind Weine, die lebendig, verspielt und unverkennbar seine Handschrift tragen.