DWNL - Alessandro Salvano
Alessandro SALVANO

Ein handwerklicher Winzer, der Langhe-Weine jenseits von Etiketten und Appellationen kreiert

Schnappschuss

Region: Langhe, Piemont, Italien (Montelupo Albese, etwas außerhalb von Barolo DOCG)
Stil: Uninterventionelle, auf Frische ausgerichtete Weine
Weinberge : ca. 6 Hektar biologisch bewirtschaftete Weinberge
Landwirtschaftliches Flair: Handarbeit, keine Herbizide oder Pestizide
Weinherstellung: Ganze Cluster, einheimische Hefen, minimales SO₂
Signatur: Weine ohne traditionelle Etikettierungsbeschränkungen

„Die Idee ist, dass man sich heutzutage, wenn man ein guter Winzer und Weinbauer ist, keine Gedanken mehr um Herkunftsbezeichnungen machen muss.“

ALESSANDRO SALVANO

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  • DWNL - Outside 2021

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  • DWNL - Nebbiolo 2023

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  • DWNL - Pinot Noir 2023

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  • DWNL - Chardonnay 2023

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  • DWNL - Dolcetto 2024

    DWNL - Dolcetto 2024

WIE ER HIERHER GEKOMMEN IST

Alessandro Salvano wuchs inmitten der Weinberge von Montelupo Albese im Piemont auf, wo seine Großeltern beide Winzer waren und die Böden – reich an blauem Mergel und gut exponiert – knapp außerhalb der offiziellen Grenzen des Barolo DOCG liegen.

Nach seinem Abschluss an der Scuola Enologica in Alba und ersten Erfahrungen auf legendären Weingütern wie Borgogno in Barolo arbeitete Alessandro im Ausland, bevor er mit einer klaren Vision in seine Heimat zurückkehrte: Weine zu kreieren, die Herkunft und Qualität zum Ausdruck bringen, ohne sich von historischen Herkunftsbezeichnungen einschränken zu lassen.

2019 gründete er Drink Wines Not Labels (DWNL) – ein Projekt, das auf der Überzeugung basiert, dass großartiger Wein keinen prestigeträchtigen Namen braucht, um exzellent zu sein. Seine ersten Weine, darunter der ambitionierte, lange gereifte Nebbiolo Outside, wurden aus Weinbergen nur wenige Meter außerhalb der offiziellen Barolo-Zone hergestellt – nach denselben strengen Standards, aber ohne das entsprechende Etikett.

Er bezieht seine Trauben hauptsächlich von den Weinbergen seiner Familie – und seines Onkels – und pflegt sie von Hand. Dabei verzichtet er auf Herbizide und Pestizide und setzt stattdessen auf ökologischen und respektvollen Anbau. Von der Ganztraubenvergärung mit einheimischen Hefen über den minimalen Einsatz von Sulfiten bis hin zum Verzicht auf Schönung und Filtration – Alessandros Weine zeichnen sich durch Reinheit, Frische und den authentischen Ausdruck der Langhe aus.

Wo der Wein geboren wird

Die Weinberge von Alessandro liegen in Montelupo Albese, östlich von Serralunga d'Alba, auf Böden, die denen der renommierten Barolo-Weinberge ähneln – blauer Mergel, gute Sonneneinstrahlung und ein mildes Mikroklima am Hang.

Obwohl die Hänge knapp außerhalb der in den 1980er Jahren festgelegten DOCG-Grenzen liegen, bringen sie Nebbiolo-, Dolcetto-, Chardonnay- und Pinot-Noir-Trauben mit Energie, Frische und Tiefe hervor. Alessandros Philosophie ist es, diesen Charakter des Terroirs deutlich zum Ausdruck zu bringen: Vom Weinberg bis zur Flasche steht der Wein an erster Stelle, das Etikett an zweiter – eine Herausforderung für unsere Vorstellungen von Terroir und Qualität.

MONTELUPO
ALBESE

Wie sich der Wein anfühlt

Ungebundene Identität

Nebbiolo und seine Rebsorten überzeugen mit Frische und Klarheit, die weit über die üblichen Klassifizierungsnormen hinausgehen.

Gesamtclusterenergie

Die Gärung mit einheimischen Hefen und die Verarbeitung ganzer Traubentrauben sorgen für Vitalität und ein intensives Aroma.

Terroir First

Boden und Standort vermitteln Spannung und Präzision, ohne jegliche Künstlichkeit.

FÜR DIE NERDS

„Drink Wines Not Labels“ (DWNL) ist Alessandro Salvanos persönliches Projekt, das er 2019 ins Leben rief, um den traditionellen Einfluss von Etiketten und Herkunftsbezeichnungen auf die Weinwahrnehmung zu hinterfragen. Er wuchs inmitten von Weinbergen in Montelupo Albese auf, nur wenige Meter außerhalb der Grenzen des Barolo-Anbaugebiets Langhe, wo Böden und Ausrichtungen denen innerhalb der Bezeichnung sehr ähnlich sind – dennoch müssen die Weine als Langhe etikettiert werden.

Salvanos Projekt basiert auf ökologischem Landbau und minimalen Eingriffen: Die Weinberge werden von Hand ohne Herbizide oder Pestizide gepflegt, und die Gärung erfolgt mit einheimischen Hefen und ganzen Trauben, wobei auf Schönung und Filtration verzichtet und nur minimal Sulfite verwendet werden.
Seine ersten Abfüllungen, darunter der ambitionierte Outside Nebbiolo, folgen zwar der traditionellen Reifepraxis des Barolo (z. B. lange Lagerung im Keller), spiegeln aber eine Philosophie wider, bei der Qualität und Ausdruck wichtiger sind als geografische Herkunftsgrenzen. DWNL bietet außerdem zugängliche Rot- und Weißweine (Nebbiolo, Dolcetto, Chardonnay, Pinot Noir) an, die Frische, Lebendigkeit und Fruchtreinheit zum Ausdruck bringen.

Alessandro verbindet Respekt vor klassischer Ausbildung mit zukunftsorientiertem Denken: Weine, die auf traditionellen Rebsorten und Methoden basieren, aber frei von Marketing und starren Klassifizierungen sind. Das Projekt fordert Weintrinker heraus, Wein nach seinem Geschmack im Glas zu beurteilen, nicht nach dem Namen auf dem Etikett – eine Botschaft, die in jeder seiner Flaschen zum Ausdruck kommt.

„In den letzten Jahren habe ich mich oft gefragt, ob es noch sinnvoll ist, für diese Gebiete strikte Grenzen festzulegen, und ob die vor über 40 Jahren gezogenen geografischen Grenzen im heutigen Kontext tatsächlich noch die Qualität eines Produkts bestimmen.“