DWNL - Alessandro Salvano
Alessandro SALVANO

Ein handwerklicher Winzer, der Langhe-Weine jenseits von Etiketten und Appellationen kreiert

Schnappschuss

Region: Montelupo Albese, Langhe, Piemont, Italien
Stil: Nicht-interventionistisch, auf Frische ausgelegt
Rebsorten: Nebbiolo, Dolcetto, Chardonnay, Pinot Noir
Anbau: Biologisch, Handlese, keine Herbizide oder Pestizide
Weinbereitung: Ganztraubenvergärung, wilde Hefen, keine Schönung oder Filtration, minimale SO₂ Besonderheit: Weinberge direkt außerhalb der Barolo DOCG – gleiche Böden, kein Denominationsaufpreis

„Die Idee ist, dass man sich heutzutage, wenn man ein guter Winzer und Weinbauer ist, keine Gedanken mehr um Herkunftsbezeichnungen machen muss.“

ALESSANDRO SALVANO

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    DWNL - Outside 2021

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  • DWNL - Dolcetto 2024

    DWNL - Dolcetto 2024

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WIE ER HIERHER GEKOMMEN IST

Alessandro Salvano wuchs in Montelupo Albese, östlich von Serralunga d'Alba, auf, wo beide seiner Großväter Winzer waren. Das Land um ihn herum war durch und durch Langhe – blaue Mergelböden, Hanglagen, Nebbiolo im Boden – nur wenige Meter außerhalb der in den 1980er Jahren gezogenen Barolo DOCG-Grenze. Dieses Detail sollte alles prägen, was danach kam.

Er absolvierte die Scuola Enologica in Alba und arbeitete bei Borgogno, bevor er Zeit im Ausland verbrachte. Als er zurückkehrte, brachte er eine spitzfindige Frage mit: Warum sollte eine Linie auf einer Karte bestimmen, wie ernst ein Wein genommen wird? Im Jahr 2019 gründete er Drink Wines Not Labels – ein Projekt, das diese Frage eher durch das Glas als durch Argumente beantworten sollte.

Seine erste Veröffentlichung, der Nebbiolo Outside, war die klarste Absichtserklärung: ein Wein, der mit der Strenge eines traditionellen Barolo gereift wurde, aus Weinbergen, die innerhalb der Zone hätten liegen können, abgefüllt ohne den Namen. DWNL ist Alessandros fortlaufender Beweis, dass Qualität durch Anbau, Methode und Ort definiert wird – nicht durch die auf dem Etikett aufgedruckte Denomination.

Wo der Wein geboren wird

Montelupo Albese liegt am östlichen Rand der Langhe-Hügel, direkt außerhalb der südöstlichen Grenze der Barolo DOCG. Das Dorf ist ruhig und unaufdringlich – ohne besonderes Prestige, ohne den durch die Postleitzahl bedingten Premium-Aufschlag. Doch das Land erzählt eine andere Geschichte. Die Böden hier bestehen aus blaugrauem Mergel, derselben helvetischen und tortonischen Geologie, die die wertvollsten Lagen innerhalb der Denomination prägt. Höhe, Exposition und das kontinentale Mikroklima der Langhe gelten beidseitig der Grenze gleichermaßen.

Alessandros Parzellen liegen an gut exponierten Hanglagen, die die Reifung verlängern und die Frische bewahren – Bedingungen, die dem Nebbiolo ermöglichen, Struktur und aromatische Komplexität zu entwickeln, ohne an Spannung zu verlieren. Dolcetto, Chardonnay und Pinot Noir belegen die restlichen Parzellen, wobei jede Sorte einen ihrem Standort und der Bodentiefe angemessenen Platz findet.

Was das Terroir bietet, korrigiert Alessandro nicht übermäßig. Die Weine werden zuerst vom Ort geprägt – die Frage der Denomination ist zweitrangig, fast nebensächlich. Diese Hügel bringen Weine mit Energie und Präzision hervor, weil die Bedingungen es verlangen, nicht weil eine Klassifikation es vorschreibt.

MONTELUPO
ALBESE

Wie sich der Wein anfühlt

Ungebundene Identität

Nebbiolo und seine Rebsorten überzeugen mit Frische und Klarheit, die weit über die üblichen Klassifizierungsnormen hinausgehen.

Gesamtclusterenergie

Die Gärung mit einheimischen Hefen und die Verarbeitung ganzer Traubentrauben sorgen für Vitalität und ein intensives Aroma.

Terroir First

Boden und Standort vermitteln Spannung und Präzision, ohne jegliche Künstlichkeit.

FÜR DIE NERDS

„Drink Wines Not Labels“ ist ein kleines Projekt – Alessandro arbeitet hauptsächlich auf dem Familienbesitz und den Weinbergen seines Onkels, insgesamt etwa 6 Hektar in Montelupo Albese. Die Böden sind blaugrauer Mergel, in ihrer Zusammensetzung den helvetischen und tortonischen Schichten in Serralunga und Castiglione Falletto ähnlich, auf moderater Langhe-Höhe mit guten Süd- und Südostlagen. Nebbiolo ist die Hauptsorte, ergänzt durch Dolcetto, Chardonnay und Spätburgunder.

Der Anbau ist vollständig biologisch – keine Herbizide, keine Pestizide, alles Handarbeit. Im Keller vergärt Alessandro mit natürlichen Hefen unter Verwendung ganzer Trauben, verzichtet vollständig auf Schönung und Filtration und minimiert die SO₂-Zugaben. Der Flaggschiff-Nebbiolo Outside reift über einen längeren Zeitraum nach traditionellen Barolo-Richtlinien, trägt jedoch notwendigerweise die DOC-Bezeichnung Langhe.

Die restlichen Weine des Sortiments – Rot- und Weißweine aller Sorten – sind auf Frische und unmittelbare Präzision ausgelegt, nicht auf Lagerfähigkeit. Das Projekt ist bewusst schlank gehalten: keine Marketingarchitektur, keine Prestige-Positionierung. Nur Weinberg, Keller und das Argument, dass der Wein für sich selbst spricht.

„In den letzten Jahren habe ich mich oft gefragt, ob es noch sinnvoll ist, für diese Gebiete strikte Grenzen festzulegen, und ob die vor über 40 Jahren gezogenen geografischen Grenzen im heutigen Kontext tatsächlich noch die Qualität eines Produkts bestimmen.“