Nadia Curto
NADIA CURTO

Langhe wines shaped by La Morra’s limestone finesse and classical restraint.

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Region: La Morra, Langhe, Piemont, Italien
Stil: Traditionell ausgebaute Langhe-Weine mit Klarheit und struktureller Präzision
Weinberg: Hanglagen in La Morra auf kalkhaltigen Tonböden
Anbau: Nachhaltiger, handwerklicher Weinbau mit sorgfältigem Parzellenmanagement
Weinbereitung: Klassische Mazerationen, maßvolle Extraktion, Reifung in großen neutralen Eichenfässern
Charakteristik: Duftender Nebbiolo und strukturierte Rotweine, geprägt von der kalkhaltigen Finesse von La Morra

"In La Morra, elegance is not a choice — it is what the soil gives you if you listen carefully."

NADIA CURTO

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WIE SIE HIERHER GEKOMMEN IST

Nadia Curto repräsentiert eine neue Generation, die fest in der Langhe-Tradition verwurzelt ist. In La Morra ansässig, basiert ihre Arbeit auf Familienweinbergen, wird aber von einer klaren, durchdachten persönlichen Richtung geprägt. Anstatt durch Technik zu modernisieren oder stilistischen Trends nachzujagen, hat sie sich für Verfeinerung durch Präzision entschieden – sie versteht ihre Standorte Parzelle für Parzelle und passt ihre Kellerpraktiken entsprechend an.

Nadia arbeitet hauptsächlich mit Nebbiolo, Barbera, Dolcetto und Freisa, und ihre Philosophie konzentriert sich auf Ausgewogenheit: Extraktion ohne Exzess, Holz als Struktur statt Geschmack und Transparenz über Manipulation. Ihre Weine spiegeln ein stetiges Selbstvertrauen wider – strukturiert und doch nie schwer, aromatisch und doch kontrolliert. Ziel ist nicht die Neuerfindung, sondern die Artikulation der natürlichen Eleganz von La Morra durch disziplinierte Weinbergsarbeit und klassische Élevage.

Where The Wine Is Born

La Morra liegt am westlichen Rand der Barolo-Zone und ist eine ihrer höchstgelegenen und panoramareichsten Gemeinden. Im Vergleich zu Dörfern wie Serralunga d’Alba oder Monforte weisen die Böden von La Morra einen höheren Anteil an Tortonium-Kalkmergel auf – leichtere, fruchtbarere Formationen, reich an Kalkstein und Ton.

Diese geologische Besonderheit führt zu Nebbiolo-Weinen, die typischerweise aromatischer, früher reif und feiner strukturiert sind. Höhenlagen zwischen 250 und 500 Metern sorgen für moderate Temperaturen und eine langsame Reifung, wodurch Duft und Säure erhalten bleiben. Die sanften Hügel und vielfältigen Expositionen ermöglichen eine sorgfältige Standortwahl, wobei nach Süden und Südosten ausgerichtete Hänge Früchte mit Reife und Finesse hervorbringen.

In La Morra ist Struktur vorhanden, aber es sind die aromatische Fülle und das seidigere Tanninprofil, die die Identität definieren – eine Handschrift, die sich durch Nadias Weine zieht.

LA MORRA

How the wine feels

Perfumed Structure

Aromatics rise first — rose, red fruit, lift — carried by a firm but finely etched backbone.

Measured Extraction

Tannins are deliberate and linear, built for clarity and longevity rather than impact.

Silk Over Power

Structure feels composed and woven — tension and finesse without excess weight.

FOR THE NERDS

Die tortonischen Böden von La Morra (helvetische Mergelformationen) bestehen hauptsächlich aus kalkhaltigem Ton mit hohem Kalksteingehalt, der zur aromatischen Offenheit und feinkörnigeren Tanninen des Nebbiolo beiträgt. Im Vergleich zu den älteren Serravallian-Formationen in Serralunga bringen diese Böden Weine hervor, die in ihrer Jugend generell weniger streng sind, aber durch ihre Säure eine strukturelle Integrität bewahren.

Die Weinberge liegen auf mittleren bis hohen Höhenlagen und profitieren von den tageszeitlichen Temperaturschwankungen, die die Säure und aromatischen Verbindungen, insbesondere bei Nebbiolo und Freisa, bewahren. Die Ernteentscheidungen sind auf die phenolische Reife ausgerichtet, ohne die Zuckerakkumulation zu forcieren – entscheidend für die Erhaltung des Gleichgewichts im Barolo.

Im Keller erfolgt die Gärung typischerweise mit kontrollierten Mazerationszeiten, wobei eine zu aggressive Extraktion vermieden wird. Die Reifung findet überwiegend in großen slawonischen Eichenholzfässern und neutralen Behältern statt, anstatt in kleinen Barriques, was den offensichtlichen Holzeinfluss begrenzt und eine allmähliche Polymerisation der Tannine ermöglicht. Der Ansatz betont Sauerstoffmanagement und Zeit statt Intervention.
Barbera wird so behandelt, dass die natürliche Säure erhalten bleibt und gleichzeitig die Flüchtigkeit kontrolliert wird. Dolcetto erfährt kürzere Mazerationen, um die sortentypische Unmittelbarkeit zu bewahren. Freisa, von Natur aus tanninhaltig, wird mit sorgfältiger Extraktion behandelt, um die aromatische Klarheit ohne Starre zu erhalten.
Im gesamten Sortiment ist der Einsatz von Sulfiten minimal, aber nicht dogmatisch, die Filtration ist begrenzt, und stilistische Entscheidungen priorisieren Langlebigkeit und die Transparenz des Standorts gegenüber zeitgenössischem Glanz.

"Tradition means understanding where you stand — and making choices that respect it."