WIE SIE HIERHER GEKOMMEN SIND
Calalta liegt in den Hügeln um Bassano del Grappa, eine Gegend, die eher mit Industrie und Prosecco assoziiert wird als mit ruhigem, bedachtem Weinbau. Dieser Kontrast ist Teil des Ganzen. Im Jahr 2017 übernahm Nicola das Anwesen seiner Familie und begann, es um eine einzige Idee herum neu zu gestalten: Wein als direkten Ausdruck des Ortes, hergestellt ohne Abkürzungen oder stilistische Ambitionen jenseits der Klarheit.
Unterstützt von seiner Partnerin Giulia, bauten sie das Projekt schrittweise auf – Parzelle für Parzelle, Jahrgang für Jahrgang. Es gab kein Manifest, keine Hinwendung zu Naturwein als Kategorie. Die Richtung ergab sich aus der Beobachtung: was das Land brauchte, was jede Jahreszeit bot und was die Weine offenbarten, wenn sie mit so wenig Eingriffen wie möglich behandelt wurden.
Was Calalta heute auszeichnet, ist Zurückhaltung – nicht Minimalismus aus ästhetischen Gründen, sondern weil Nicola und Giulia festgestellt haben, dass, je weniger sie eingreifen, desto mehr der Standort zum Vorschein kommt. Die Arbeit ist fortlaufend, angetrieben von dem Wunsch, ihr Land jedes Jahr präziser zu verstehen, anstatt eine Formel zu wiederholen.