Wein erklärt

Naturwein, Orange Wine und alles dazwischen

Naturwein

Weine aus naturnahem Anbau von echten Winzern – ohne Kompromisse

Orangenwein

Weiße Trauben, Rotweinmethode: Schalenkontakt, Textur, Charakter.

Tipps & Tricks

Wie man Weine stressfrei serviert, kombiniert, lagert und auswählt.

WAS IST NATURWEIN?

Naturwein ist fermentierter Traubensaft, der so wenig wie möglich verarbeitet wird.

Keine strengen Regeln

Es gibt keine offizielle Zertifizierung. Naturwein wird durch einen gemeinsamen Ansatz definiert, nicht durch ein Etikett.

Im Weinberg

Die Trauben werden ohne synthetische Pestizide oder Herbizide angebaut.
Die meisten Erzeuger wirtschaften ökologisch oder biodynamisch und arbeiten von Hand.

Im Keller

Die Gärung erfolgt mit einheimischen Hefen.
Keine Zusätze, keine starken Korrekturen.
Weine werden üblicherweise ohne Filtration oder Stabilisierung abgefüllt.

Über Schwefel

Einige Hersteller fügen eine sehr geringe Menge Schwefel hinzu.
Andere fügen gar nichts hinzu.

Das Ergebnis ist ein Wein, der einen Ort, eine Jahreszeit und den Menschen, der ihn hergestellt hat, widerspiegelt – nicht ein Rezept.

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WAS IST ORANGENWEIN?

Orangenwein ist Weißwein, der wie Rotwein hergestellt wird.
Weiße Trauben, mit den Schalen vergoren.

Hautkontakt

Die Schalen bleiben während der Gärung im Saft.
Dadurch werden Farbe, Textur und Tannine hinzugefügt.

Wie es hergestellt wird

Trauben werden üblicherweise mit einheimischen Hefen vergoren.
Keine Abkürzungen, keine groben Manipulationen.

Im Glas

Strukturreicher als Weißwein.
Aromen von Trockenfrüchten, Kräutern, Tee und Zitrusschalen.
Die Textur ist genauso wichtig wie der Geschmack.

Ist es Naturwein?

Oft ja – aber nicht immer.
Orange Wine ist eine Methode, keine Garantie für Anbau oder Philosophie.

Bei Orangenwein geht es um Textur, Zeit und Geduld – nicht um Farbe.

Kurze Antworten auf die Fragen, die uns täglich gestellt werden

Wie serviere ich am besten Naturwein?

Naturwein benötigt keine besondere Behandlung – nur ein wenig Aufmerksamkeit.

Servieren Sie ihn wie jeden guten Wein, aber bleiben Sie flexibel.

  • Öffne es und probiere zuerst
  • Vorsichtig einschenken, besonders wenn es ungefiltert ist.
  • Lassen Sie den Wein etwas ruhen, wenn er sich straff anfühlt.

Naturweine verändern sich schnell im Glas – das ist Teil seines Charmes.

Muss Naturwein atmen?

Manchmal ja. Manchmal nein. Es kommt auf die Flasche an.

  • Junge oder reduktive Weine benötigen möglicherweise Luft
  • Ein paar Minuten im Glas genügen oft.
  • Dekantieren Sie den Wein nur, wenn er verschlossen oder verhalten wirkt.
    Vertraue deiner Nase – sie wird es dir sagen.

Welche Temperatur ist für welchen Stil am besten geeignet?

Kühler als du denkst. Wärmer als der Kühlschrank.

  • Schaumweine und leichte Weißweine: gut gekühlt
  • Orangefarbene und strukturierte Weißtöne: kühl, nicht kalt
  • Rotweine: Leicht gekühlt schmecken sie überraschend gut
    Zu warm lässt die Frische verblassen. Zu kalt lässt den Charakter verblassen.

Trüber Wein oder Bodensatz – ist das ein Fehler?

Nein. Das ist normal.

  • Trübung entsteht durch fehlende Filterung.
  • Sedimente sind harmlos und geschmacklos.
  • Gieß einfach langsam ein, wenn es dich stört.
    Klarheit ist eine Entscheidung, kein Qualitätsmerkmal.

Sollte ich Wein dekantieren – und wann?

Nutze es als Werkzeug, nicht als Regel.

  • Hilfreich für straffe oder reduktive Weine
  • Nützlich zur Trennung von Sedimenten
  • Bei leichteren Stilen nicht immer erforderlich.
    Im Zweifelsfall erst einmal probieren.

Spielt Glasgeschirr wirklich eine Rolle?

Ja – aber denk nicht zu viel darüber nach.

  • Größere Gläser helfen Weinen, ihr Aroma besser zu entfalten.
  • Vermeiden Sie sehr kleine oder dicke Felgen.
  • Ein gutes Universalglas genügt.
    Der Wein ist wichtiger als das Glas.

Wie lange ist Wein nach dem Öffnen haltbar?

Es gibt keine festen Regeln – der Geschmack ist der beste Ratgeber.

  • Wenn es noch gut riecht und schmeckt, ist es gut.
  • Die Flasche verschließen und im Kühlschrank aufbewahren – egal ob rot oder weiß.
  • Manche Weine verändern sich langsam und entwickeln sich ständig weiter.
  • Wir trinken regelmäßig Flaschen, Wochen – sogar Monate – nachdem wir sie geöffnet haben.

Wein ist lebendig. Lass deinen Gaumen entscheiden.

Wie sollte ich Flaschen zu Hause aufbewahren?

Nichts Kompliziertes.

  • Flaschen vor Hitze und Licht schützen.
  • Wenn möglich, auf der Seite lagern.
  • Ein kühler Schrank ist besser als die Küche
    Kein Keller nötig – nur gesunder Menschenverstand.

Wie wähle ich stressfrei die richtige Flasche aus?

Vergiss die Regeln. Fang mit dem Kontext an.

  • Welche Stimmung? Welches Essen? Welches Budget?
  • Heller = frischer, dunkler = strukturierter
  • Fragen Sie uns – das ist buchstäblich unser Job.
    Es gibt keine „falsche“ Flasche, nur unterschiedliche Momente.

Orangenwein: Womit kann ich ihn kombinieren?

Orangenwein wird zu Speisen serviert.

  • Passt hervorragend zu Gewürzen, fermentierten Gerichten und Umami.
  • Passt zu Gemüse, Käse und Wurstwaren.
  • Denken Sie an die Textur, nicht an die Farbe.
    Im Zweifelsfall trinkt man ihn wie einen Rotwein – gekühlt.

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